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Fiedel live / dj

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Kontrast. Widerspruch. Antithetik. So kann man beginnen, wenn man den Versuch unternehmen will, die Welt zu beschreiben. Ein scheinbares Chaos aus Formen und Gedanken, die nicht zusammenpassen wollen. Ein Bild, das sich überall finden lässt, im Leben wie in der Musik. Für Fiedel sieht die Welt nicht so aus. Wo andere Gegensätze sehen, sieht er Verbindungen, wo andere Leere vermuten, erkennt er Räume, voll mit Möglichkeiten.

Das Finden von Einklängen, Zusammenhängen und Zusammenhalt macht einen großen Teil seines musikalischen Daseins aus. Die Synthese von scheinbar widersprüchlicher Musik, das Zusammenspiel und die Vermischung von Stilen und Stimmungen, ohne dabei je seinen Faden zu verlieren, seinen originären Klang, den charakteristischen Fiedel-Sound. Geboren und aufgewachsen Brandenburg, fand er Mitte der 1980er Jahre seinen Zugang zur Musik durch verschiedenste Künstler und Stile.

Protagonisten des Old School Hip Hop wie Mantronix oder Egyptian Lover haben ihn ebenso beeinflusst wie die frühen Werke von Depeche Mode oder Kraftwerk. Eine besonders prägende Figur dabei war Monika Dietl, legendäre Moderatorin des damaligen West-Berliner Senders Radio 4U. Ihre Radioshow war es, die in ihm eine Faszination und Sehnsucht nach der musikalischen Freiheit und Diversität weckte, die einem im Osten jener Zeit oft verwehrt blieb. Die Eindrücke, die er damals sammelte, sollten ihm ein erstes Gefühl, eine erste Vision von dem vermitteln, was noch kommen sollte.

Mit dem Fall der Mauer eröffnete sich ihm dann endlich der freie Zugang zu einer frischen Szene und zu viel neuer, aber eben auch zu alter Musik. Anfang der 1990er fing er an, bei den Montagsveranstaltungen des Subversiv öffentlich Platten aufzulegen. Bald darauf begann seine Kollaboration mit dem befreundeten Errorsmith mit dem Alias MMM, unter welchem sie bereits diverse Produktionen veröffentlicht haben und nach wie vor Live-Auftritte absolvieren. Es folgten eine Residency im Ostgut und nachfolgend im Berghain. Bald darauf debütierte er mit seiner ersten Solo-Veröffentlichung auf dem hauseigenen Label Ostgut Ton auf der Compilation Fünf (2010), gefolgt von Beiträgen zu den Compilations Various (2013) und Ostgut Ton | Zehn (2015). 2012 schließlich gründete er sein Label Fiedelone, um seinen eigenen Produktionen eine persönlichere Plattform zu bieten. Anfang 2014 stellte er ein Live-Set fertig und feierte damit seine Premiere im Berghain.

Eines lässt sich festhalten: Fiedel stellt keine eindimensionale Techno- oder Hausschablone dar, die man beliebig auf jeden Abend und jeden Club pressen könnte. Er lässt sich aus seiner Geschichte, der Geschichte der Musik und dem Gefühl des Moments leiten, um stets etwas Neues aufzubauen, das jenen Moment widerspiegelt. Ob den straighten, dunklen Techno dieser Tage, den knallenden, erbarmungslos verspielten Acid der 80er, oder auch mal eine Electro-Platte – Fiedel überrascht. Er untergeht und überspringt Erwartungen und weigert sich, die Musik in irgendeiner Art zu beschränken. Er lässt sie für sich sprechen, durch ihn.

Download Hi-Res PromofotosDOWNLOAD Hi-Res Promofotos | ZIP / 12,8 MB | Fotocredit: © Paul Krause

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Blackout: Lil Louis
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Altered States (South Side Terrace Mix): Ron Trent
Un, Deux, Trois: Idol Making
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Ghetto Blues: Ghetto Brothers

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