Ostgut Ton (Label)

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Phase Fatale u-ton 11

Anubis english version

out soon – release date: 5. Mai April 2017

Unterton stellt einen Künstler vor, der für seine Arbeit in eingeweihten Kreisen bereits gefeiert wird, von den Meisten aber erst entdeckt werden will: Der in Berlin lebende New Yorker Phase Fatale debütiert auf Unterton nach starken Veröffentlichungen auf den respektierten Labels Jealous God und aufnahme + wiedergabe sowie sechs toller Klubnacht-Sets im Berghain. Ursprünglich aus einem Post Punk / Cold Wave-Band-Kontext stammend bemerkte Hayden Payne neulich im Berghain-Clubflyer-Interview: „Techno [...] entstand aus der Entwicklung [der Genres Wave und EBM] und ihrer Bewegungen. Punk und Techno liegt das gleiche Mindset zugrunde, diese Verbindung war für mich immer da.“ Deshalb waren wir nicht überrascht, dass seine Anubis 12“ für Unterton besagten Geist mit vier Club-geeigneten Tracks kombiniert und sich am Rande vom gängigen Technosound positioniert.

„Hollow Flesh“ beginnt mit bedrohlich klingenden Synthflächen und pulsierenden Drones, die eine stete, markante Kickdrum einrahmen – eine beklemmende, regulierte Beatsequenz, angsteinflößende Zukunftsszenarien reminiszierend. Phase Fatale folgt aber einer eigenen Formel: Wave-trifft-Electro-Vibes mit einem sehr düsteren Grundklang. Das titelgebende „Anubis“ auf A2 beginnt mit einem atmosphärischen Intro bis die Kick den Ton für ein eher gerades, hypnotisches und kühles Technostück angibt, bis ins Feinste mit musikalischem Detail konstruiert, so berauschend wie finster.

„Wound“ setzt Störfeuer: was unvermittelt wie ein klassischer Techno-meets-Brutzelnoise-Track beginnt verändert bald seine Form zugunsten einer tribalistischen, Snare-geführten Industrial-Form mit knöcherner Kick, einer changierend-strukturierten Stimmung, hier wie geschmiedeter Stahl, dort wie ein Insektenschwarm klingend. Auf seiner rauen Oberfläche teilt „The Size Of God“ auf B2 dieselbe bedrückende Stimmung seiner drei Begleiter, sticht aber durch eine eher introvertierte, langsame, gebrochene Rhythmik heraus, ergänzt um geloopte Drones, opak-verzerrte Stimmübertragungen und anschwellende Synth-Melodien, wodurch die Phase Fatale-Blaupause in einen Post AmBM-Kontext übertragen wird (meint Post Ambient Electronic Body Music, um einen Neologismus anzubieten).

Tracks VINYL

A1. Hollow Flesh

A2. Anubis

B1. Wound

B2. The Size Of God